Repair Cafés

Das grundlegende Konzept

1. Hintergrund: Was ist ein Repair Café?


Repair Cafés sind ehrenamtliche Treffen, bei denen die Teilnehmer*innen alleine oder gemeinsam mit anderen ihre kaputten Dinge reparieren. An den Orten, an denen das Repair Café stattfindet, ist Werkzeug und Material für alle möglichen Reparaturen vorhanden. Zum Beispiel für Kleidung, Möbel, elektrische Geräte, Fahrräder, Spielzeug und vieles mehr. Vor Ort sind auch Reparaturexpert*innen für verschiedenste Felder zugegen: Elektrik, Schneiderei, Tischlerei und Fahrradmechanik usw.
Besucher*innen nehmen defekte Gegenstände, die sie „noch selbst“ tragen können von zu Hause mit. Im Repair Café machen sie sich gemeinsam mit einem Fachmann oder einer Fachfrau an die Arbeit. Man kann dort immer eine Menge lernen. Wer nichts zu reparieren hat, nimmt sich eine Tasse Kaffee oder Tee. Oder hilft jemand anderem bei der Reparatur. 

Das Motto und der Impuls dazu lauten:
Was mache ich mit einem Stuhl, an dem ein Bein kaputt ist? Mit einem Toaster, der nicht mehr
funktioniert? Mit einem Wollpullover mit Mottenlöchern? Wegwerfen? Denkste! Komm ins Repair Café und
repariere es einfach wieder!
 

2. Ziele: Wozu ein Repair Café?


In Europa werfen wir Unmengen weg. Auch Gegenstände, an denen nicht viel kaputt ist und die nach einer einfachen Reparatur problemlos wieder verwendet werden könnten. Leider ist das Reparieren bei den meisten Menschen aus der Mode gekommen. Sie wissen einfach nicht mehr, wie man Dinge repariert. Das Wissen, wie man Dinge repariert, verschwindet schnell. Ein Repair Café ändert das! Es findet einwertvoller praktischer Wissensaustausch statt. Gegenstände sind auf diese Weise länger brauchbar und werden nicht weggeworfen. Die Grundstoff- und Energiemenge, die für die Herstellung neuer Produkte erforderlich ist, wird somit gespart. Das gilt auch für die CO2-Emissionen. Denn bei der Herstellung neuer Produkte und beim Recycling von Gebrauchtgegenständen wird CO2 freigesetzt.
Im Repair Café lernen Menschen, Gegenstände auf andere Weise wahrzunehmen. Und sie ganz neu wertzuschätzen: Das Repair Café trägt zu einer Mentalitätsveränderung bei. Das ist dringend nötig, wenn Menschen für eine nachhaltige Gesellschaft eintreten sollen. Im Mittelpunkt steht jedoch, dass Reparieren auch viel Spaß macht und relativ einfach ist.


3. Keine Konkurrenz für Reparatur-Profis 

Hin und wieder kommt die Frage auf, ob die kostenlosen Reparaturtreffen eine Konkurrenz für Reparatur-Profis sind. Die Antwort lautet: Im Gegenteil! Mit Repair Cafés möchten Organisatoren aus dem ganzen Land vielmehr das Interesse am Reparieren wieder wecken. Besucher*innen werden regelmäßig an die Profis weiter verwiesen, die es gibt.
Außerdem sind die Besucher*innen von Repair Cafés in den meisten Fällen keine Kunden von Reparaturfachleuten. Die Besucher*innen erzählen, dass sie kaputte Gegenstände meistens sofort wegwerfen, da sie die Reparatur in der Regel zu teuer finden. Im Repair Café sehen sie, dass es zum Wegwerfen tatsächlich Alternativen gibt.

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